GameSports.net: Moin Khaldor. Du
bist seit 2004 bei GameSports und hast auf deinem Weg vom Shoutcaster bis zum
Projektleiter schon eine Menge gesehen. Welches waren deine schönsten Momente?
Khaldor: Die Höhepunkte
meiner Zeit bei GameSports stellten sicherlich die diversen Offline-Events dar.
Zum einen weil es für einen Moderator einfach ein geiles Erlebnis ist, live im
Kino oder einer Bühne wie auf der Games Convention zu moderieren und zum
anderen weil man hier auch endlich all die Personen live erleben kann, die man
sonst nur aus dem Internet kennt. Was
die Onlineerfahrungen angeht war eines der großen Highlights sicherlich der 24
Stunden A Capella Contest im letzten Jahr oder der Moment an dem wir - nach
wochenlanger Arbeit - die letzte Version der GameSports Seite online bringen
konnten. In so einem Moment wird man dann für den ganzen Stress und die Arbeit
im Vorfeld entschädigt. Solche Erfolgserlebnisse zählen für mich zu den
schönsten Momenten, die ich in meiner Zeit hier hatte und ich hoffe doch, dass
davon noch viele folgen werden *grinst*
In
letzter Zeit hattest du - auch bedingt durchs Studium - nur selten die
Möglichkeit, einen Shoutcast durchzuführen. Das heißt allerdings nicht, dass du
keine Arbeit ins Projekt gesteckt hast, vielmehr hast du im Hintergrund
gearbeitet. Wie muss man sich einen Khaldortag vorstellen?
Das hängt immer
sehr stark davon ab, ob ich mich im Studium gerade in einer Praxisphase im
Unternehmen oder im Theoriesemester befinde. Unter der Woche läuft es in der
Regel so, dass ich mich sobald ich nach Hause komme erstmal an den PC setze,
sämtliche internen Foren überfliege und je nachdem meinen Senf zu den aktuellen
Projekten und Entwicklungen abgebe. Zeitgleich werden MSN, ICQ und teilweise
auch IRC angeworfen, worauf sich normalerweise direkt die ersten Chatanfragen
ergeben. Hier geht es dann meistens um Probleme oder Vorschläge bei den
verschiedenen Bereichen von GameSports oder der NGL. In letzter Zeit rückt an
dieser Stelle natürlich mehr und mehr unser Netzwerk und die Entwicklung der
verschiedenen Seiten in den Vordergrund.
Grundsätzlich
kann man sagen, dass der Hauptteil meiner Aufgaben inzwischen darin liegt, die
Arbeit der verschiedenen Teams zu koordinieren, Ideen einzubringen und Konzepte
umzusetzen. Es ist daher oft schwer abzugrenzen, wann ich effektiv etwas für GameSports
mache und wann nicht. Meine Arbeit lässt sich nur in den seltensten Fällen
wirklich auf einen festen Zeitraum eingrenzen da ich allen Bereichen als
Ansprechpartner zur Verfügung stehen muss und daher auch ständig mit den
verschiedenen Teams kommuniziere. Darüber hinaus ist es meine Aufgabe, den
Überblick über alle Projekte zu behalten, die Arbeiten an diesen zu
überwachen und voranzutreiben. Aus diesem Grund endet mein Job auch nicht dann
wenn ich den PC verlasse, die Entwicklung von GameSports beschäftigt mich egal
ob ich mich gerade am PC, beim Sport oder morgens in der Bahn befinde.
Wie
schaffst du es die Motivation tagtäglich Zeit in das Projekt GameSports zu
investieren aufzubringen?
Ich
bin inzwischen schon so lange bei GameSports, dass ich in dieses Projekt bereits
jede Menge Herzblut gesteckt habe und mich auch sehr stark damit identifizieren
kann. GameSports wie es heute existiert wurde in großem Maße von mir
mitgestaltet, weswegen ich das Projekt auch zu einem gewissen Teil als „mein
Baby“ betrachte. Die Arbeit im Projekt ist für mich schon lange kein reines
Hobby mehr und stellt für mich auch durchaus eine realistische Option
hinsichtlich der Zeit nach meinem Studium dar. Bei GameSports kann ich mich an
den unterschiedlichsten Stellen einbringen und dafür sorgen, dass das Projekt
sich stetig weiterentwickelt. Genauso wichtig ist für mich das Team bei GameSports. Mit einigen der
Jungs arbeite ich bereits seit meinen ersten Onlinetagen zusammen und im Laufe
der Jahre haben sich hier viele Freundschaften gebildet die sich längst nicht
mehr auf den Onlinebereich beschränken. Mit so einem Team macht es dann auch
Spaß etwas gemeinsam zu bewegen und aus so einer Zusammengehörigkeit lässt sich
auch einiges an Motivation ziehen, wenn es eben mal nicht so läuft wie man das
vielleicht gerne hätte.
Dein
Cast zu Beginn diesen Jahres hat dem sowieso schon an Bekanntheit zunehmenden
ZOTAC WarCraft III Cup noch einmal eine besondere Aufmerksamkeit zukommen
lassen. Worin denkst du liegt das Geheimnis des Turniers und wie schätzt du das
Potential des Cups ein?
Hier spielen
verschiedene Faktoren eine große Rolle. Zum einen ist natürlich das durch ZOTAC
gestellte, wöchentliche Preisgeld von 100 Euro einer der Hauptgründe, warum das
Turnier so erfolgreich ist. Preisgeld
allein war jedoch noch nie ein Garant für Erfolg und die Entwicklung des
Turniers nur an diesem festzumachen, würde auch die Arbeit des Turnierteams
unberücksichtigt lassen, welches maßgeblich für den positiven Trend des Turniers
verantwortlich ist. An dieser Stelle muss vor allem Kekko als
Hauptverantwortlicher hervorgehoben werden, der sich hier sehr stark engagiert und
mit seinem Einsatz dafür sorgt, dass das Turnier sich ständig weiterentwickelt.
Ich bin auch der Ansicht, dass sich diese Tendenz weiter fortsetzen wird und
das es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis das Turnier mit einem vollen 512er
Grid an den Start gehen wird.
Im
November letzten Jahres wurde die Cupseite als Teil des GameSports Netzwerkes
von der damaligen Page ausgegliedert. Kurz zuvor ging mit dem Redesign von
MyHellgate.de die zweite Communityseite nach MyStarCraft.de ans Netz. Was ist
die Idee hinter dem Netzwerk?
Mit der
Erschaffung des GameSports Netzwerks haben wir die Konsequenz aus der Tatsache
gezogen, dass wir nicht in der Lage waren unseren Usern detaillierte
Informationen zu den verschiedenen Spielen anzubieten. Die Übersichtlichkeit
hatte bereits in der Vergangenheit gelitten, da wir die Seite im Laufe der Zeit
zu komplex gestaltet hatten. Mit dem Aufkommen neuer eSportstitel wie
beispielsweise StarCraft2 hätte sich dieses Problem auch weiter verstärkt,
weswegen wir uns dazu veranlasst sahen, das grundlegende Konzept zu überdenken
und auszubauen. GameSports hat sich im Laufe der Zeit ständig weiterentwickelt
und diesen Entwicklungen zollen wir nun mit den Veränderungen der letzten
Wochen Tribut. Wir stehen zwar noch am Anfang dieser Umstellungen aber schon
jetzt zeichnet sich klar ab, dass der Schritt in die richtige Richtung ging.
Du
sprichst StarCraft II an. MyStarCraft.de wurde als erste Communityseite des GameSports Netzwerkes released. Gab die Ankündigung des Nachfolgers von Blizzard den Ausschlag zur Gründung des Netzwerks oder worin liegt der Ursprung?
Wir hatten uns
schon seit längerem mit einem Redesign der GameSports Seite beschäftigt und in
diesem Zusammenhang kam auch immer wieder die oben angesprochene Problematik
hinsichtlich der Komplexität zur Sprache. Das Reiterkonzept der alten Seite
erschien in diesem Zusammenhang nicht mehr praktikabel. Als StarCraft 2 dann
von Blizzard angekündigt wurde war für mir persönlich schnell klar, dass ich bei
diesem Spiel wieder auf einer Communityseite aktiv werden wollte wie zu den
Zeiten des WarCraft III Releases. Da ich jedoch keine Lust hatte mir die
Ausrichtung einer solchen Seite von Dritten diktieren zu lassen, kam von Anfang
an nur eine eigene Seite in Frage, der Schritt zu einer Integration dieser
Seite in ein GameSports Netzwerk war dann schnell gemacht. Auf Basis dieser
Überlegungen entwickelten wir dann auch die weitere Planung, die sich nicht nur
im Netzwerk selbst sondern auch im Aufbau der neuen GS Page wiederspiegelt.
Nachdem wir MyStarCraft.de gelaunched hatten, wurde kurz danach auch die
HellGate Seite von Ara ins Netzwerk integriert und mit einem Redesign
versehen.