"Wie Alles begann" - ein sehr anmaßender Titel für die Geschichte eines
mittlerweile fünf Jahre alten Projektes, das so viele verschiedene
Facetten in sich vereint. Viele Facetten? Was meint der Kerl, wenn er
davon redet? Ganz einfach, in fünf Jahren geschehen viele Dinge, vor
Allem in der Welt des eSport. Mensch und Technik beeinflussen uns
mittlerweile täglich und viele können gar nicht mehr ohne jene.
Informationsflut und eine Masse an neuen, aufregenden Medien strömen
täglich auf uns ein und bieten uns neue Möglichkeiten der
Kommunikation. Hinzu kommen Diskussionen über sogenannte
"Killerspiele", welche es einem Gamingprojekt schwer machen, sich zu
etablieren und auf lange Sicht halten zu können.
Doch genug
von dem Gerede über Probleme, Probleme, Probleme. Beginnen wir am
Anfang, der Gründung von GameSports und die ersten Schritte in einem zu
dieser Zeit unbekannten Terrain. Um die Jahreswende 2003 war es, als
sich Oliver 'Leostar' Rosenberg, seinerseits Mitarbeiter bei Freaks4U,
dazu entschloss, ein zunächst namenloses Projekt zu gründen, welches
das umfassen sollte, was viele kleinere Projekte wie beispielsweise
BTuned, Radio4Gamers oder das inGame Projekt nicht geschafft hatten,
nämlich ein funktionierendes Streamingangebot, welches für jeden am
Internet angeschlossenen und interessierten Gamer zugänglich war.
Zuzüglich sollte es Unterhaltung bieten und so eine möglichst breite
Masse an dieses Projekt binden. Dies geschah in Form des bis heute
bestehenden Radioangebots.
Schön und gut, doch was fängt man
mit einem Projekt an, welches noch nicht einmal einen Namen trägt und
zudem noch nicht einmal Mitarbeiter hat? Richtig, gar nichts! Also
musste ein Name her und so kam es, dass sich Leostar und unser bis
heute bestehender Projektmanager Michael 'Micha' Haenisch eines Abends
in einer Berliner Kneipe zu einem gemütlichen Plausch zusammenfanden.
Die Begeisterung für das Projekt war groß und man zerbrach sich den
Kopf, um einen geeigneten Namen zu finden. In Michas Kopf kreiste zu
jenem Zeitpunkt der Slogan "No games, just sports" und so kam es, dass
der Name "GameSports" seine Geburt auf einem Bierdeckel feierte. Peu á
peu fanden sich auch Mitarbeiter, vornehmlich aus dem Kreis des bereits
existenten Gamer-FM, welche sich aufgrund von Unstimmigkeiten mit dem
Management dazu entschlossen, in ihrer Gesamtheit dem neuen Projekt
GameSports beizutreten.
Nun war der Grundstein für ein
erfolgreiches Gelingen des Projektes gelegt und man machte sich an die
Arbeit. Videostreamingtechnisch lief es zu dieser Zeit noch nicht ganz
so gut. Die Bandbreite kostete damals ca. 200 – 300 Euro pro Mbit/s.
Eine enorme Summe wie man sich denken kann. Lediglich ein Deal mitTiscali Games, zu jenem Zeitpunkt ein Versuch Tiscalis sich im
Gamingbereich zu etablieren, konnte den enormen Kosten Abhilfe schaffen
und trotz der parallelen Übertragung von BigBrother und einigen Lags
zwischendurch, war ein erster Erfolg zu verbuchen. Auch die damalige
Qualität von rund 300kbit/s reichte vollkommen aus, um diesen ersten
Schritt als durchaus positiv zu bewerten.
So mauserte sich
GameSports von einer kleinen Idee zu einem immer größeren Projekt.
Konkurrenten gab es, wie oben schon angesprochen, en masse –
hervorzuheben ist hier besonders die Fusion aus ESL TV und GIGA, welche
im Juni 2006 GIGA // als Ergebnis präsentierten. Doch auch dieses
Unternehmen ist nahezu vollkommen aus dem eSports-Bereich verschwunden
und hinterlässt lediglich Erinnerungen mit mal mehr, mal weniger
Nostalgiewert.